Die fiktive Welt ist nicht offen
- michaelsienhold
- 25. Juli 2024
- 1 Min. Lesezeit
Es wäre komisch, wenn ein auktorialer Erzähler diesen Satz schreiben würde. Denn vielleicht setzt implizit voraus, was seine Perspektive gerade ausschließt - nämlich, dass er etwas nicht wisse von der Beschaffenheit der fiktiven Welt. Wenn er etwas dazu sagt, ob die mit sie gemeinte Person jenes weiß oder nicht weiß, dann muss er sich für eins von beidem entscheiden. Er kann nicht vermitteln, es nicht zu wissen, ohne sich selbst aufzuheben. Er muss um die Beschaffenheit all dessen wissen, zu dem er etwas sagt. Über sie täuschen kann er sich erst recht nicht. Schließlich gibt's keine Welt hinter der fiktiven und damit auch kein Korrektiv für sie.

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